Winterthur-Aarau (2006)
Aus KramerOnTour
Eigentlich wollte ich ja nie "Blind Dates" haben. Und schon gar nicht mit Leuten aus dem Internet. Nachdem wir uns aber bei Yohoho! recht gut verstanden, siegte die Neugier. Bis zum Segeltörn im Mai ist es noch lange hin gewesen, und mir war sowieso langweilig. Also nahm ich das Angebot zur Umzugshilfe in der Schweiz an. Und war sehr gespannt, was mich dort wohl erwarten würde.
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Freitag, 27.01.
Der Weg nach Oberwinterthur wurde quälend lang. Nicht weil die Bahn so lang brauchte, sondern weil ich so aufgeregt war. Bis Lindau war noch soweit alles in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass ich mein Gepäck im Zug vergass. Das war mir ja schon lang nicht mehr passiert, und zum Glück stand der Zug noch immer am Bahnsteig. Der zweite Teil der Fahrt führte nach St. Margrethen. Und auch dort vergass ich mein Gepäck im Zug. In letzter Sekunde erreichte ich dann noch meinen Anschlusszug, nachdem ich die Tasche geholt hatte. Sowas aber auch.
Die letzten Teile der Fahrt hockte ich auf meinem Gepäck, damit ich es bloss nicht vergass. Ansonsten reibungslos erreichte ich den Zielbahnhof. Ursi wollte mich mit ihrem Mann Victor dort abholen, und da wir einander nur aus dem Internet kannten, war das der interessanteste Teil. Es war recht voll auf dem Bahnsteig, aber nur ein Paar suchte offenbar nach jemanden, und das mussten sie dann wohl sein. Und so war es denn auch, Shake Hands und Hallo. Interessante Erfahrung.
Nach einem kleinen Einkauf haben wir uns in der fertig gepackten Wohnung noch ein Wenig unterhalten, bevor wir recht früh zu Bett gingen. Es sollte morgens schliesslich recht früh losgehen.
Samstag, 28.01.
Schon bevor der LKW und die anderen Helfer da waren, begann ich mit Victor das Zeug runter zu tragen. Nach wenigen Minuten kamen dann die Helfer und schliesslich auch der Transporter. Nur etwa 1 Stunde einladen, dann war alles eingepackt. Das ging echt flott.
Der Weg nach Aarau war richtig lustig, ich fuhr mit Victor und Werner im LKW. Werner muss ich mir warmhalten, der betreibt von der Schweiz aus einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe von Varna, Bulgarien. Klang recht interessant, vielleicht sollte ich da mal hinfahren.
Das Ausladen ging ebenso richtig fix. Schon vor Mittag war alles in der neuen Wohnung. Während Victor und Werner nochmal Möbel kaufen fuhren, bauten die restlichen Helfer schonmal die vorhandenen Möbel auf. Wie immer ist es richtig lustig, bis die Möbel mal zusammenpassen. Die Umzugspizza kam rechtzeitig, bevor es langweilig werden konnte. Und der Geburtstag einer Helferin musste auch noch gefeiert werden.
Nach dem Mahl wurden die neuen Möbel fachgerecht zusammengebaut, und an die vorgesehenen Orte verfrachtet. Ursi und Victor räumten noch eine Weile weiter ein, nachdem alle anderen Helfer gegangen waren. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit haben wir noch einen Spaziergang durch die neue Umgebung gemacht und sind im Restaurant "Affenkasten" eingekehrt. Urige Lokalität, mit interessanter Dekoration. Deftige lokale Kost und das übliche internationale Gemisch auf der Karte.
Sonntag, 29.01.
Mittags ging mein Zug erst nach Hause, so verbrachte ich den Vormittag mit Nicht-Im-Weg-Stehen. Der Abschied am Bahnhof war kurz, der Zug wartet ja nicht. Das Gepäck vergass ich diesmal nicht. In Lindau habe ich die Stunde Aufenthalt zu einem Spaziergang rund um die Insel genutzt.

