Ungarn (2006) - Anreise und Budapest

Aus KramerOnTour

Wechseln zu: Navigation, Suche

Weiter mit Donau abwärts ab Budapest, zurück zu Ungarn (2006), dem Inhaltsverzeichnis oder zu weiteren Expeditionen.

Irgendwo beginnt jede Reise mit dem ersten Schritt. Diese begann mit dem Bahnabenteuer "Faltkajak im Nachtzug". Von Augsburg fuhr ich mit dem Regionalexpress nach München. Nach dem beschwerlichen Start im Augsburger Bahnhof (es gibt da einfach keinen Aufzug für mein Gepäckmonster) schöpfte ich neue Kraft im Zug. So ein Regionalexpress ist optimal für schweres, voluminöses Gepäck.

In München hatte ich genug Zeit zum Zugwechsel. Im Nachtzug musste der Großteil meines Gepäcks in eine defekte Toilette gestapelt werden. Die Bahn ist einfach nicht mehr auf Gepäckreisende eingerichtet. Den Rest meines Krempels zwängte ich auf meine Liege. Es blieb gerade noch genug Platz, damit ich nicht im Sitzen schlafen musste. Von wegen Schlafen...

Geschlafen habe ich nicht wirklich, war viel zu aufgeregt. Der freundliche Schaffner versorgte mich nach dem Abbruch der Liegerei mit frischem Kaffee und Frühstück. Ein leeres Abteil durfte ich dann nutzen, um mich nochmal auszustrecken. So lässt es sich reisen.

In Budapest habe ich dann in aller Ruhe mein Gepäck auf den Bootswagen gestapelt. Ein netter Taxifahrer half mir bei der Orientierung. Am Geldautomat wartete er geduldig, bis ich ein Taxi auch bezahlen würde können. Und dann kam Hanna angelaufen. Man war ich überrascht. Sie hatte nicht viel Zeit, war nur schnell zum Willkommen-Sagen von der Schule hergefahren. So was. Wir verabredeten uns noch, dann verschwand sie wieder zur Schule.

Der Taxifahrer brachte mich dann zum Campingplatz Romai-Camping. Er war echt nett. Ich hätte ihm beinahe 50.000,- statt der beabsichtigten 5.000,- Forint gegeben. Er gab mir den Haufen Scheine zurück, behielt nur die 5.000,-. Zum Glück. Wäre ein schlechter Start gewesen. Leider habe ich keine Telefonnummer von ihm, würde ihn sonst immer anrufen, wenn ich in Budapest ein Taxi brauche.

Den Campingplatz kann ich nicht empfehlen. Völlig überteuert, mässig ausgestattet. Ein preiswertes Hostel ist deutlich attraktiver. Ich suchte am Nachmittag eine neue Bleibe, so auf gut Glück. Auf der Obuda-Insel wollte ich mal schauen, dort ist bestimmt ein Kanu-Club. Es gibt da wohl auch einen, aber ich bin vorher an Laszlo geraten. Er hat einen Kanu-Verleih und Motorboot-Slip-Service in der Nähe der Arpad-Brücke auf der Insel. Dort durfte ich im Garten zelten. Für ein Bier. Inklusive Dusche.

Am 2. Tag in Budapest baute ich also mein Boot auf dem Romai-Campingplatz auf, packte mein Zeug rein, stellte es auf die Räder und fuhr zur Donau runter. Ca. 2km Fussweg bis zum Romai Part. Die 5km auf dem Fluss waren schnell gefahren, und die Jungs von Laszlo halfen beim Rausholen des Bootes. Nach dem Zeltaufbau bin ich erstmal einkaufen gefahren, Laszlo sein Bier holen. Und mir eine Orientierung verschaffen, wo ich den denn da überhaupt bin.

Fast optimale Lage, wie ich finde. Nur der Fussweg ist etwas weit zur Haltestelle der HEV-Vorortbahn. Der Einkauf wurde reichlich schwer mit der Zeit. Ansonsten sehr ruhig, trotz Disco in der Nachbarschaft. Natürlich gute Anbindung an den Fluss, und mit der HEV nur wenige Minuten zur Innenstadt. Ich war sehr zufrieden mit der Wahl :)

Die Tage in Budapest vergingen schnell. Hanna verschaffte mir eine Karte zu ihrer Volkstanz-Aufführung im "Nationalhaus". Imposante Show. Mit ihrem Freund haben wir noch eine Samstag-Nachmittag-Fahrt mit der "Kindereisenbahn" gemacht. Dieses Kinderprojekt ist eine von Kindern betriebene Bahnstrecke in den Buda-Hügeln über der Stadt. Fast alles wird dort von Kindern gemacht. Fahrkartenverkauf, Weichenstellen, Signale bedienen, Fahrkartenkontrolle usw. Gibt es wohl überall auf der Welt, mir war das neu. Hätte ich gerne mal gemacht, so statt Lego-Eisenbahn-Crashs.

Puh, schon wieder viel Zeit vorbei. Muss noch anderes machen. Schreibe irgendwann weiter.

Weiter mit Donau abwärts ab Budapest, zurück zu Ungarn (2006), dem Inhaltsverzeichnis oder zu weiteren Expeditionen.

Persönliche Werkzeuge