TID und mehr (2005) - Die 50. TID

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Die Tour International Danubien, kurz TID, fand im Jahr 2005 zum 50. Mal statt. Die gesamte Geschichte der TID ist auf den Seiten der TID Österreich recht interessant dargestellt. Kurz gefasst entstand aus der Idee einer Bruderschaftsfahrt der sozialistischen Anrainer-Staaten die heute größte Wanderfahrt der Welt, von Ingolstadt bis Silistra. Diese 2080km lange Strecke wird jedes Jahr in 65 Tagen gefahren, immer vom letzten Sonntag im Juni bis zum letzten Samstag im September. 2005 war der Start am 25.06. und das Ende am 27.08. Speziell zum 50. Jubiläum hatte der Deutsche Fahrtenleiter und Vorsitzende des TID e.V. Max Scharnböck auch eine Vor-Fahrt ab Donaueschingen und eine Nach-Fahrt bis zum Schwarzen Meer organisiert. Diese Teile sind aber nicht Bestandteil der regulären TID, sie fanden nur 2005 statt.

Die Etappen der TID sind für geübte Wanderfahrer kein Problem. Eine Führung auf dem Wasser findet nicht statt, man kann also seinen Stil fahren und auch mal längere Pausen machen. Allerdings wird bei jedem Wetter gefahren, und einige Schleusungen sind zeitlich genau vorgegeben. So war z.B. 12km vom Übernachtungsplatz um 9:20 eine Schleusung vorgesehen. Da musste man schon ordentlich früh raus aufs Wasser, und Bummeln ist dann nicht drin. Auch aus anderen Gründen wurde so manche Etappe zum Rennen (zu wenig Platz zum Zelten, Mittagessen um 12:00 usw.).

Die TID wird vom Deutschen Kanu Verband (DKV) als Wanderfahrt anerkannt, und zum jährlichen DKV-Wanderwettbewerb angerechnet. Jede Etappe kann einzeln mitgefahren werden, sinnvoll ist aber das Zusammenfassen mehrerer zusammenhängender Etappen. Einige der Teilnehmer fuhren die gesamte Strecke mit, wie z.B. Kwako, Eckehart und ich.

Die TID ist mittlerweile eine international anerkannte Organisation, die in jedem Anrainerstaat eine entsprechende Repräsentantin hat. In Deutschland ist das der Kanu Tour International Danubien e.V. (TID e.V.). Dieser Organisation obliegt die Betreuung der Etappen im jeweiligen Land und die Verwaltung der Gebühren und Kosten. Im Jubiläumsjahr 2005 waren mehr als 300 Teilnehmer (in Deutschland) angemeldet, das ist schon eine riesige Anzahl, die da ehrenamtlich organisiert werden will. Es nahmen geschätzte 2000 Paddler an der gesamten TID teil, ca. 400 waren davon beim Start dabei.

Da die TID eine vom Deutschen Kanu Verband (DKV) unterstützte Wanderfahrt ist, erhalten DKV-Mitglieder und Mitglieder der im DKV organisierten Vereine und Verbände einen Rabatt auf die Gebühren. Deshalb bin ich Mitglied eines Kanu-Vereins geworden, der sich selbst aber nicht als Verein ansieht: Die Bayerische Einzelpaddlervereinigung e.V. (B.E.). Der Verein war lange einmalig in Deutschland, da er überregional tätig ist. Kein anderes Bundesland bzw. kein anderer Landesverband hatte eine solche Anlaufstelle für Kanuten, die eigentlich nicht in einem Verein sein wollen. Mit heute über 2000 Mitgliedern ist er der größte Kanuverein in Deutschland. Weitere Einzelpaddler-Vereinigungen in anderen Bundesländern gibt es mittlerweile auch.

Im Verlauf der Tour wurden verschiedene Länder bereist, in denen natürlich auch verschiedene Sprachen gesprochen werden. Auf den Seiten der TID Österreich ist zu lesen, dass das aber gar kein Problem ist. Deutsch werde dort überall verstanden und meist auch gesprochen. Ich war gespannt und konnte erleben, dass mittlerweile Englisch die im Donauraum am Besten verstandene Sprache ist. Je weiter man nach Osten kommt, umso mehr sind die Menschen darauf stolz, ihr Englisch anwenden zu können.

Die einzelnen Streckenabschnitte sind sehr lang, und so musste ich den Artikel weiter untergliedern, damit er noch verwaltbar bleibt. Die Aufteilung nach Ländern ist bei der TID üblich, auch wenn dies sehr unterschiedliche Zeiträume und Fluss-Streckenlängen sowie natürlich Überschneidungen verursacht.

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