Spritztour an die Donau (2006)

Aus KramerOnTour

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Die Sonne lachte nicht so direkt, der Wetterbericht verhies nichts Gutes. Es war der 09.05.2006, ein kühler Dienstag. Mal sehen, wie weit wir kommen, sagte ich mir. Immer Richtung Donau mit dem Rad.

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Am frühen Nachmittag, kurz vor 16Uhr, schwang ich mich doch noch auf's Rad. Mit voller Regenausrüstung, wegen des Wetterberichts. Schon in Augsburg verfuhr ich mich das erste Mal. Blöde Autobahnbaustelle, da muss man ganz ordentlich vorher vom Lech abbiegen, sonst steht man ohne Ausweg am Bauzaun.

Die nächsten 20km kann man sich praktisch nicht verfahren, alle Wege führen am Lech entlang in die gleiche Richtung. Ich fuhr wie immer zwischen Lech und Kraftwerkskanal, weil's da am einfachsten zu fahren ist. Und dann stehe ich am Ende, da wo Lech und Kanal zusammenfliessen. Schon wieder verfahren. An der letzten Brücke hätte ich auf die rechte Lechseite gemusst. Also auf der anderen Seite wieder zurück zur Brücke. An der Brücke ist eine Pizzeria mit Biergarten, der heute aber offensichtlich zu ist. Nur das Angebotsschild lockt noch: Schnitzel mit Pommes für 3,90EUR. Pizza für 3,80EUR. Da muss ich wohl auf dem Rückweg doch nochmal Pause machen.

Rechts des Lech geht's weiter, immer auf dem Damm entlang. Reichlich ausgebessert und erhöht haben sie hier, dadurch fährt es sich wie auf Asphalt auf dem Damm. An der letzten Staustufe vor der Donau stoppt mich wieder das Gelände der Südzucker AG: ACHTUNG LEBENSGEFAHR! Weiterfahrt verboten. Würde mich schon mal interessieren, was da Lebensgefährlich ist. Aber wir sind heute brav und fahren nach Rain am Lech. Dort muss man normalerweise an der Hauptstrasse weiter Richtung Donauwörth fahren, um zur Donau zu gelangen.

Das spare ich mir aber. Sind eh' nur noch 5 km, und das an der Hauptstrasse. Dann geh' ich lieber Pizza essen in Meitingen, an der Lechbrücke. Einen Schokoriegel habe ich mir noch an einer Tankstelle geholt, bevor ich wieder zurück an den Lech fuhr. Auf dem Damm ging's der Pizza entgegen. Kräftiger Gegenwind hob an, und ich konnte den Pizza-Duft schon von Weitem riechen. Jeder Kilometer wurde zäh, und die Kräfte schwanden schnell. Die Pizza-Pause konnte ich nun gut gebrauchen.

Am Ende der Pizza war die Sonne untergegangen. Der Wind war noch immer kräftig und einzelne Regentropfen fielen herab. Als es zu Blitzen anfing, habe ich nochmal kräftig Gas gegeben. Auf den letzten Kilometern noch in die Regenklamotten packen wollte ich vermeiden. Aber es kam nicht zum Regenguss, im Trockenen kam ich zu Hause an.

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