Schiffle angucken (2006)

Aus KramerOnTour

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Ich wollte schon lange eines haben. Ein Holz-Segelschiff, nicht zu gut erhalten, damit der Preis nicht so hoch ist. Dann alles selbst restauriert und dabei gelernt, wie man das macht. Das Schiff in der Nähe von Hamburg war schon nicht schlecht, aber zu klein und zu teuer für den Zustand. Und dann sah ich es im Internet...

Inhaltsverzeichnis

Mittwoch, 14.06.

Wenn ich schon nach Norden fahre, dann mache ich auch Station in meiner alten Heimat. Um 11:13 gings los mit der Regionalbahn bis 16:00 Ankunft in Hanau. Von hier noch mit der S-Bahn nach Offenbach, Gesamtkosten dank Bayernticket ca. 25,-EUR. Da kann man nicht meckern. Den Abend verbrachte ich bei meiner Mutter.

Donnerstag, 15.06.

Fronleichnam wars, aber sonst steht nix im Tagebuch. War dann wohl auch nicht so spannend.

Freitag, 16.06.

Von Offenbach über Hannover nach Wilhelmshafen mit dem IC und dem Regionalexpress. In Wilhelmshafen suchte ich mir den Weg zu Markus' Eltern, die ich zwar schon lange kenne, aber viel zu selten besuche. Ein hübsches Backsteinreiheneckhäuschen haben sie da. Es war leider schon etwas spät bis ich ankam, so dass wir nur kurz über den Tagesablauf des nächsten Tages sprachen.

Samstag, 17.06.

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Um 12:00 sollten wir in Emden sein. Sven, ein Bekannter von Markus' Vater und seines Zeichens Bootsbauer und engagiertes Mitglied des Vereins zur Erhaltung historischer Fahrzeuge, würde uns begleiten und eine fachlich fundierte Meinung äussern. Da an diesem Wochenende ein großes Treffen historischer Fahrzeuge unweit von Wilhelmshafen stattfand, holten wir Sven dort ab. Natürlich musste zuerst dem Klang der vielen Einzylinder-Trecker-Motoren gelauscht, der Duft von Diesel-Russ geschnuppert und die leicht ölige Luft geschmeckt werden, bevor es losgehen konnte. Manche Leute brauchen sowas tatsächlich.
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Wir erreichten Emdens Hafen pünktlich um 12:00. Der Makler stellte den Kontakt zum Eigner her und Sven bohrte mal hier, mal da, klopfte und schaute. Ich schaute natürlich auch, aber ohne Sachkenntnis. Schön ist es, ja. Aber man kann an vielen Stellen von aussen rein gucken. Das sah ich als Laie auch. Die Substanz sei in Ordnung, meinte Sven hinterher. Aber er würde sich die Arbeit nicht antun. Nein, er würde es nicht tun. Nein, Nein.

Wir verabschiedeten uns vom Eigner und dem Makler, eine Entscheidung würde ich dann später treffen. So ging es nach gut einer Stunde Schiffle gucken zurück nach Wilhelmshafen. Sven setzten wir wieder beim Treffen der alten Trecker ab, und weils so schön war, holte Markus' Vater seinen alten Trecker aus der Garage. Den Nachmittag drehten wir damit eine Runde durch Wilhelmshafen, raus zum Jadebusen, am Ölhafen entlang. Nach einer Pause mit Meeresblick gings zurück zur Garage, das gute Stück wieder einpacken.

Die Nacht träumte ich schonmal vom Segeln. Auch wenn Sven sicher recht hatte, viel Arbeit würde reingesteckt werden müssen. Aber das hatte ich ja so auch geplant. Die Substanz wäre in Ordnung, sagte er. Die Substanz in Ordnung. <div style="clear:both" />

Sonntag, 18.06.

Noch mit dem Segelschiff im Kopf ging es 10:44 ab Wilhelmshafen via Oldenburg und Bremen zurück nach Augsburg. 18:30 stand ich zu Hause vor der Tür. Ein Segelschiff. Wie ich es mir vorgestellt hatte. Nun brauchte ich nur noch einen Liegeplatz in einer Werft.

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