Kelheim (2005)

Aus KramerOnTour

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Weil ich ja so rastlos bin, habe ich mich mit Karsten verabredet. Er nahm an einem 12-Stunden-Nachtschwimmen im Keldorado (Kelheim) teil. Das musste ich mir anschauen. Dann brachte ich noch reichlich Bildmaterial für die Seiten der TID mit.

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Mittwoch, 19.10.

Mit mittlerem Gepäck beladen trug ich mein Rad aus dem Keller, um gleich darauf Handschuhe und Mütze aus der Satteltasche hervorzuholen. Es war so kalt, das die Kälte in der Nase stach. Das konnte ja heiter werden. Alle 5-10km musste ich anhalten, um die Knie aufzuwärmen und die Windjacke zu lüften.

Die Strecke von Augsburg lechabwärts zur Donau war ich schon einmal gefahren, die 45km stellten also eigentlich kein Problem dar. Trotzdem habe ich mich wieder verfahren, irgendwo zwischen Thalfingen und Marxheim muss man den Lechradweg verlassen, und auf die Strasse ausweichen. Ich war deutlich zu früh auf die Strasse gewechselt und dann durch Rain und andere Orte auf der Hauptstrasse unterwegs. Macht einfach keinen Spass.

An der Donau entlag kam ich recht schnell nach Neuburg an der Donau. Der Zeltplatz des Donau-Ruder-Club Neuburg war mir schon von der Vorfahrt der TID bekannt. Ich stellte mein Zelt auf und musste feststellen, dass die sanitären Einrichtungen schon eingewintert waren. Da nichts von Winterruhe irgendwo stand, ging ich erstmal in die Stadt zum Aufwärmen.

Um 19 Uhr war dann die Anmeldung geöffnet. Warme Duschen waren im Vereinsheim zu benutzen, wenigstens das. Bin dann gleich ins Zelt, in den Schlafsack kuscheln. Und sofort eingeschlafen.

Donnerstag, 20.10.

So um 8 Uhr früh am Morgen bin ich aus dem Zelt gekrochen. Es war gar nicht mehr so kalt wie ich befürchtet hatte. Leider waren die Duschen noch abgesperrt. Zum Frühstück bin ich in die Stadt reingegangen. Danach waren dann die Duschen auf, auch wenn die Putzfrau mich wieder rauswerfen wollte. So gegen 10 Uhr sass ich wieder auf dem Rad Richtung Kelheim.

Die von mir geplante Strecke war halbwegs fahrbar. Ich bin allerdings zwischendrin wieder darauf reingefallen, dass die beschilderten Radwege zum Sightseeing in alle Winkel jeden Ortes führen statt schnurgerade zum Ziel. So bin ich in Stepperg nicht den kürzesten Weg an der Donau entlang sondern den Radwanderweg über Berg und Tal gefahren. Wer da langfährt muss wissen, dass man am Ortsausgang rechts reinfahren muss, und dann nach dem letzten Haus einen kleinen Wanderpfad rechts runter zur Donau nehmen muss. Habe ich erst auf dem Rückweg herausgefunden.

Von Weltenburg nach Kelheim fährt man am Besten auf dem ausgeschilderten Radweg den Berg rauf und dann auf der Strasse wieder runter. So kann man einfach runterrasen, ohne viel bremsen. Gegen 17 Uhr war ich in Kelheim bei Karsten vor der Tür.

Den Abend haben wir ein wenig geschwätzt in seiner 1-Zimmer-Bude. Ich habe von ihm eine Art abgeteilte Ecke bekommen, wegen der Privatsphäre für mich. Sehr zuvorkommend.

Freitag, 21.10.

Kelheim2005_Paddeln.JPG
Karsten ist schuld. Er hat mich überredet. Wir sind zu seinem Bootsclub nach Regensburg gefahren und dann mit Vereinskajaks in die Naab. Ich habe es sehr genossen, mal wieder in einem Kajak zu sitzen. War schon sooo lange her. Und die Naab war wunderschön.
Kelheim2005_Naab.JPG

Den Abend haben wir die Bilder von der TID mit einem Projektor an die Wand geworfen. Einige Super-Bilder sind dabei, die unbedingt hier zu sehen sein müssen. <div style="clear:both" />

Samstag, 22.10.

Kelheim2005_Karsten.JPG
Nach einer kurzen Shopping-Tour in Kelheim haben wir den Nachmittag mit Vorbereitungen zur 2. Keldorado Schwimmnacht im Keldorado Kelheim (Achtung! Java abschalten, sonst evtl. Programmabsturz!) verbracht. Was man da so alles gebrauchen kann, wenn man 12 Stunden auf 25m-Bahnen im Schwimmbad schwimmt.

Die Eröffnung schwamm Karsten für die Staffel der Wasserwacht Kelheim. Danach zog er seine Bahnen nur noch für die Einzelwertung. Ich gab ihm Bescheid, wenn er 500m geschwommen hatte. Dadurch war es nicht so ganz langweilig für mich. Gegen 23 Uhr beruhigte sich das Schwimmbad deutlich, als die meisten Besucher mit Kindern nach Hause gegangen waren und der DJ das Musikauflegen beendete. Übrig waren nur etwa 300 Schwimmer, Bademeister, Zuschauer und eine einzige Musik-CD. <div style="clear:both" />

Sonntag, 23.10.

Kelheim2005_Sonnenaufgang.JPG
So ging es dann ruhig zu bis nach Sonnenaufgang. Die Staffeln begannen etwa eine stunde vor Ende mit den Endspurts. Unter lauten Anfeuerungsrufen der übrigen Staffelschwimmer wurden beeindruckend schnelle Bahnen geschwommen. Punkt 8 Uhr war dann der Spuk vorbei. Die letzten Bahnen wurden noch in Ruhe zu Ende geschwommen, dann war's vorbei.

Nach ein paar Aufräum- und Umbauarbeiten war die Siegerehrung. Mehr als 40km wurden von den schnellen Staffeln geschwommen, mein Respekt dafür. Karsten kam auf 17,55km und belegte damit den 1. Platz bei den Einzelschwimmern, auch dafür Maximum Respekt!

Den Tag haben wir dann großteils verschlafen, und am Nachmittag noch einen Film mit dem Beamer angeschaut. Nächter der Wacht, oder so ähnlich hiess der. Gruselhorror, bei dem das Böse gewinnt. Nicht mein Genre. <div style="clear:both" />

Montag, 24.10.

Karsten musste um 5 Uhr schon zur Arbeit, und hat mir erlaubt, noch auszuschlafen. Auch das sehr zuvorkommend. Bin dann so gegen 9 Uhr aufgebrochen, erstmal Richtung Einkaufszentrum. Frühstück und Kniewärmer brauchte ich noch für die Rückfahrt. Danach ging es den Berg rauf und hinterher die Strasse runter nach Weltenburg. Von da aus bin ich auf dem Damm bis zur Strassenbrücke bei Neustadt gefahren. Nach dem Seitenwechsel bin ich sobald möglich wieder auf den Damm rauf. Da fährt es sich einfach besser. Und ich habe dabei den oben genannten Weg bei Stepperg gefunden.

Bei Vohburg wechselte ich wieder die Seite. In Ingolstadt habe ich erstmal ein Internet-Café aufgesucht, weil ich evtl. bei Christine einen Kaffee-Stop einlegen wollte. Aber sie musste Arbeiten, also bin ich gleich weiter nach Neuburg. Gegen 18 Uhr war ich dann dort. Trotz oder wegen der Kniewärmer, die eigentlich Beinlinge sind, waren meine Knie und Beine ordentlich durchgekühlt. Und das, obwohl es wärmer war als auf dem Hinweg. Wohl eine echte Fehlinvestition. War dann noch Essen in Neuburg.

Dienstag, 25.10.

Eine schnelle, störungsfreie und nicht-verfahrene Rückfahrt von Neuburg über Marxheim, Niederschönenfeld und dann immer am Lech entlang nach Augsburg. Nach einem Aufwärmbad konnte ich sogar noch im Rock Café einen Milchkaffee auf meinen Geburtstag trinken. Als hätte ich es so geplant.

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