Im Kanadier von Obernburg nach Offenbach (1987)

Aus KramerOnTour

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die erste Reise mit Gepäck im Kanadier für mich war eine Wochenendfahrt von Obernburg nach Offenbach mit meinem Onkel Herbert und meinem Cousin Michael. Eine eindrucksvolle Fahrt, trotzdem sie nicht all zu lang war.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis oder anderen Kurztrips

Inhaltsverzeichnis

Die Idee

In diesem Sommer war ich eigentlich dauernd mit meinem Onkel unterwegs. Wir befuhren einige Etappen des oberen Teils des Mains und immer mit dem Auto von Zeltplatz zu Zeltplatz, das Boot auf dem Dach. Das war schon recht interessant, aber etwas wenig paddelig. Mein Cousin Michael, der diese Reise nicht mitmachte, wollte dann auch mal eine längere Kanu-Fahrt machen, und so entschlossen wir uns, von Obernburg (einem von meinem Onkel oft besuchten Zeltplatz am Main) flußabwärts nach Hause zu fahren. Mein Onkel mit seiner Familie und mein Cousin sind anfangs der Woche nach Obernburg gefahren, und ich erst später mit dem Fahrrad (ohne Gepäck).

Freitag, 31.07.

Anreise nach Obernburg mit dem Fahrrad. Ich war schon öfter lange Strecken mit dem Fahrrad gefahren, aber noch nie zuvor so weit. Ich habe mich natürlich total verschätzt, und da der Radweg am Main entlang nicht so gut ausgeschildert ist, auch öfter verfahren. Aber nach 6 Stunden hatte ich die ca. 60km hinter mich gebracht. Völlig fertig kam ich auf dem Zeltplatz in Obernburg an, wo man schon auf mich wartete. Wir haben dann noch gegrillt (wie immer auf dem Zeltplatz) und bestimmt auch noch ein Bierchen getrunken.

Samstag, 01.08.

Wir fuhren früh los. Das Gepäck war leicht im Kanu verstaut, wir hatten nicht viel dabei. Anfangs ging es flott voran, und wir waren guter Dinge. Gegen Nachmittag wollten wir einen Zeltplatz zum Übernachten suchen, und am nächsten Tag dann ungefähr die gleiche Strecke zurücklegen. Aber Pustekuchen. Keine Zeltplätze am Main bis nach Karlstein. Etwa 2/3 der Strecke mussten wir also am ersten Tag fahren.

Weit vor Aschaffenburg hört der Main auf zu fliessen bis zur Staustufe in Stockstadt, und wir kamen noch langsamer voran als ohnehin schon. Die müden Arme schoben uns dann bis nach Karlstein, wo wir endlich den Zeltplatz erreichten. Es dämmerte schon, und wir waren hungrig wie Löwen. Nachdem wir schnell das Zelt aufgestellt hatten, gingen wir noch essen. Danach rauchten wir noch jeder eine Zigarre, Riesengeräte waren das. Ich glaube, wir haben sie gut vertragen.

Sonntag, 02.08.

Den Rest der Strecke paddelten wir locker und entspannt bis zum frühen Nachmittag. Ab Seligenstadt kannten wir die Strecke schon, von dort waren wir schon oft gefahren. Ob wir beim "Eis-Kaiser" in Seligenstadt noch eine Pause gemacht haben, weiss ich nicht mehr. Viel zu früh kamen wir bei meinem Onkel zu Hause an.

Persönliche Werkzeuge