Erstkontakt Greifswald (2006)

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Ich hatte mir also ein Holz-Segelschiff gekauft, während meiner Ungarn-Reise einen Werftliegeplatz in Greifswald gefunden und meine Wohnung in Augsburg zu Ende September gekündigt. Nur war ich noch nie dort gewesen. Und eine neue Bleibe hatte ich auch nicht. Dann sollte noch ein Vertrag mit der Werft gemacht werden, bevor das Schiff dort ankam. Drei gute Gründe, mal nach Greifswald zu fahren.

Inhaltsverzeichnis

Dienstag, 12.09.

Da ich für die lange Strecke das Auto meiner Mutter lieh, fuhr ich erstmal nach Offenbach. Die Bahn meinte es nicht gut mit mir, kein Zug war irgendwo pünktlich. So brauchte ich eine gute Stunde länger als sonst. Weil ich am nächsten Morgen früh loswollte, ging ich auch früh schlafen.

Mittwoch, 13.09.

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Um 5:00 fuhr ich los. 12:00 erreichte ich Greifswald. Ich besuchte die zwei großen Wohnbaugenossenschaften, die sich alle Plattenbauten und viele weitere Häuser Greifswalds teilen. Leider war bei beiden so adhoc keine passende Wohnung zu bekommen, immerhin war auch noch Semesterbeginn. Ich durfte mir aber wenigstens mal so eine Platte von innen ansehen. War gar nicht sooo schlimm, da habe ich schon Schlechteres gehabt.

Nach der Besichtigung fuhr ich raus nach Eldena und Wiek. Das sind zwei Fischerorte, einer rechts, der andere links an der Ryck-Mündung. Wunderbar restauriertes Fachwerk und sehr historisches Kopfsteinpflaster. Lohnt einen Besuch, besonders wenn die Fischer ihren Fang ausladen und das Ufer voller frischer Fische steht.

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Eine alte Holz-Klappbrücke verbindet die beiden Orte. Während ich da so langschlendere und die vielen Plastik-Yachten betrachte kommt ein 2-Master-Schoner herein. Auch wenn der Kapitän mit Bugstrahlruder wendete, es war ein herrlicher Anblick. Leider war das Greifswalder Segelschulschiff, die SSS Greif, nicht im Hafen. Davon hatte mir Karsten schon viel erzählt und meine Neugier war groß.

Ganz vorne an der Ryck-Mündung ist ein kleines Restaurant mit einem Ausguck auf dem Dach. Dort musste ich natürlich rauf, den Ausblick geniessen. Und wo ich schonmal da war, habe ich dort auch gegessen. Danach machte ich es mir im Panda meiner Mutter gemütlich, das ging besser als gedacht. <div style="clear:both" />

Donnerstag, 14.09.

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In der Frühe nutzte ich die Hafenanlagen zum Duschen. Dann fuhr ich in den Museumshafen Greifswalds. Hier liegen viele, sehr viele schöne alte Holzschiffe. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich die Museumswerft, daneben die Hanse Yachts Werft und das Yacht-Zentrum Greifswald. Hanse ist Deutschlands zweitgrößter Yachtbauer, nach Bavaria in Bayern.

Nachdem ich mich satt gesehen hatte an den schönen Holzschiffen, fuhr ich zur Museumswerft rüber. 2 Stunden besprachen wir Vertragsdetails, schauten uns die Einrichtungen an, inspizierten den Stellplatz für mein Schiff und klärten noch offene Fragen wegen der Ankunft meines Schiffes. Mein Schiff hatte also ein neues Heim, nur ich noch nicht. Auf der Werft würde ich nicht unterkommen, auch nicht für ein paar Tage.

Um 11:00 bestieg ich das Auto wieder und fuhr nach Offenbach zurück. 19:00 stellte ich es auf dem Parkplatz bei meiner Mutter ab. <div style="clear:both" />

Freitag, 15.09.

Da ich am Nachmittag einen Besichtigungstermin mit einem Nachmieter in Augsburg vereinbart hatte, machte ich mich früh auf den Weg. Das kostete mich 10,-EUR extra, weil ich vor 9:00 das Bayern-Ticket nicht benutzen durfte. Und dann ruft mich meine Vermieterin an, dass der Termin platzen würde. So war ich 12:30 zu Hause, umsonst gehetzt und 10,-EUR ärmer.

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