Deutschland-Italien (2007) - Po-Delta
Aus KramerOnTour
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Samstag, 12.05.

Ich fuhr stromauf, so wie ich es der Karte entnommen hatte. Aber nach etwa der Strecke, die ich auf der Karte sah, war da kein Po. Stattdessen ging es als weiter gegen den Strom oder zu einem riesigen Fluttor. Ich machte also kehrt und fragte Leute am Ufer nach dem Weg. Immer dem Strom nach, hiess es, da gehe es nach Porto Tolle, meinem ersten Etappenziel. Also wieder an meiner Einsetzstelle vorbei bis zur ersten Gabelung. Strömung gab es hier in beide Richtungen, also fuhr ich langsam im rechten Arm, bis ich Leute fragen konnte. Ich sei völlig falsch, deuteten sie mir. Ich müsse durch die Schleuse (da war ich gerade hergekommen) oder übers Meer fahren. Also wieder kehrt.
An meiner Einsetzstelle machte ich erstmal Mittagspause. Sonne, angemehme Brise und die Aussicht auf viel Paddeln mit Jenny trösteten problemlos über den Umweg hinweg. So erreichte ich 13:30 die Schleuse, um mit Hilfe von gebrochenem Italienisch, einem Schild, 3 Anglern und einem Telefongespräch zu erfahren, dass man sich mindestens 2h vorher anmelden müsse, wenn man Schleusen wolle. Und heute gehe da nix, wegen eines Kanus komme keiner. Ich erkundete die Schleuse. Ausbooten mit ca. 50cm Betonkante, Einsetzen mit etwa 2m Kante. Und das ohne irgendeine Kletterhilfe an der gesamten Mauer.
Ich lud mein Boot aus, legte es oben auf den Bootswagen, das Gepäck drauf und zog es zum anderen Ende. Ich war gerade dabei, mein Gepäck zur Einsetzstelle zu tragen, da tauchten die Schleusenwärter auf. Ich wurde doch geschleust, nachdem ich mit viel Mühe die Beiden überzeugen konnte, das es "impossibile" ist, da unten einzuladen. Im Eiltempo bootete ich oberhalb wieder ein, bevor die beiden es sich anders überlegten.

3h später, mit dem letzten Tageslicht, erreiche ich Boccasette. Jenny erwartet mich schon sehnlichst, sie hatte alle anderen Anwesenden schon ganz wuschig gemacht. Ich musste mich kaum vorstellen, jeder kannte mich quasi schon :) Noch das Zelt aufstellen, die Pläne für den nächsten Tag besprechen und ein Abendessen im Restaurant einnehmen. Dann war der Tag gelaufen. <div style="clear:both" />
Sonntag, 13.05.

Gemütlich gings zurück zum Zeltplatz, der eigentlich keiner ist. Die Wiese neben dem Schullandheim/Jugendherberge durften wir benutzen. Ein Abendessen rundete den Tag ab. Wir beschlossen, nicht mit den anderen zusammen weiter von hier aus Tagestouren zu unternehmen, sondern kreuz und quer mit unserem Gepäck durchs Delta zu fahren und erst beim Aufbruch zur Lagune wieder mit der Gruppe zusammen zu fahren. Auf einer großen Wandkarte stellten wir eine Route zusammen, klärten mit der Gruppenleitung das ab und orgnisierten eine Mitfahrgelegenheit zum morgigen Startpunkt. <div style="clear:both" />
Montag, 14.05.

Bis zum Abend stieg das Wasser noch ein Wenig an, was mir das beschwerliche Paddeln erklärte. Wir hatten uns ausgerechnet die auflaufende Flut zum Rauspaddeln ausgesucht, immer schön gegen die Strömung. Das würde sich für die nächsten Tage kaum ändern, da wir für Nachtfahrten nicht ausgerüstet waren. <div style="clear:both" />
Dienstag, 15.05.

Für uns ging es dann nach einer Beschreibung der italienischen Paddelführer weiter durch die Lagune, bis wir gegen 18:00 auf einer kleinen Insel anlandeten. In der Mitte schien es sicher genug für die Nacht zu sein, und so waren wir gegen 20:00 fertig mit Essen und spazierten nochmal über das kleine Inselchen. <div style="clear:both" /> Zurück zu Deutschland-Italien (2007), weiter mit Po-Delta 2 oder Venedig, zurück zu Mutter und Freunde besuchen, zum Inhaltsverzeichnis oder zu weiteren Reisen.

