Anpaddeln an der Lechstaustufe (2006)

Aus KramerOnTour

Wechseln zu: Navigation, Suche

An einem sonnigen Wochenende wie diesem musste ich natürlich zumindest am Sonntag, den 07.05.2006, mein Kayak irgendwo ins Wasser bringen. Da mit dem Fahrrad nur die Lechstaustufe gut zu erreichen ist, ging's also dahin.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis oder zu weiteren Ausflügen

Es wurde Mittag, bis ich mit meinem Zeug im Fahrradhänger losfuhr. Weil die Fahrerei mit dem Hänger recht mühsam ist, wollte ich nicht allzuweite Umwege fahren. Aber als dann am Wertachufer das "Radio Fantasie Power Walking" Hunderte von Nordic-Walking-Anfängern versammelte, musste ich auf die Felder ausweichen. Natürlich irgendwie an der falschen Stelle bog ich ab und landete nach langen Umwegen erst in etwa da, wo ich hinwollte. Immerhin habe ich wiedermal einen Teil der Umgebung gesehen, den ich vorher nicht kannte.

Erwartungsgemäss war es am See-Ufer voll. Bestes Surf- und Segelwetter lockte alles auf den See. Und die Radler und Power-Walker füllten die Lücken am Ufer. So gönnte ich mir erstmal eine Portion Pommes und ein Spezi vom ansässigen Wucher-Wirt. Auf dem Weg zu einem Plätzchen Grün für den Bootsaufbau fiel mir ein Schildchen auf: Heute kostenlose Canadier-Kurse. Ich kam mit den Leuten ins Gespräch, und lernte den Fun & Style Freizeit-Club kennen. Wir unterhielten uns eine Weile, bis es für mich Zeit wurde, mein Boot aufzubauen.

Nach dem glatt verlaufenen Aufbau liess ich das Boot zu Wasser. Nach der Kenterung am Altmühlsee war ich etwas übervorsichtig, aber ich wollte nicht wieder umkippen. Der Einstieg klappte aber wunderbar, und ab ging's rund um den See. Der Wind blies kräftig und am Legerwall musste ich die Spritzschürze anziehen, um nicht unnötig viel Wasser im Boot zu haben. Nach 30 Minuten war ich wieder am Surfstrand.

Ein weiterer Faltbootaufbau viel mir ins Auge. Ein Triton 3-Sitzer wurde da zusammengebaut. Was für eine aufwändige Konstruktion im Vergleich zu meinem Puffin. Massig Gestänge, alles mit schwer zusammensetzbaren Verbindern. Das ist nichts für mich. Wie gut, dass ich damals nicht den Ladoga kaufte.

Eine zweite Runde um den See drehte ich wenig später. Als ich wieder zurückkam, sah ich den Faltboot-Dreier gerade aufbrechen. Offenbar war das Mikado-Spiel erfolgreich beendet worden. Ich trocknete mein Boot in der Abendsonne, und genoss die langsam einsetzende Ruhe. Ein Canadier-Paddel lag noch da, wo der Fun & Style-Club sein Lager hatte. Das habe ich mit eingepackt, auf dem Hänger ist dafür reichlich Platz. Mittlerweile ist das Paddel wieder im Club.

Den Rückweg trat ich nach einer Currywurst mit Pommes vom Wucher-Wirt an. Diesmal nahm ich den echt kürzesten Weg, direkt zur Wertach und dann daran entlang nach Hause. Es wurde schon Dunkel, als ich endlich ankam.

Persönliche Werkzeuge